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Geboren wurde die Erfolgsschwimmerin 1978 in Berlin. Die Familie van Almsick ist holländischer Abstammung, der Großvater kam von Holland nach Berlin. Heute wohnen die van Almsicks im Berliner Stadtteil Treptow. Die Familie ist für die 18jährige noch immer das Wichtigste. Der Vater Bernd van Almsick ist Bauingenieur mit einer eigenen Firma, die Mutter Jutta war früher Eisschnellauftrainerin und ist heute Angestellte einer Bank. Besonders wichtig für Franzi ist ihr Bruder Sebastian, den alle nur Paule nennen.
Bruder, Sebastian

Familie AlmsickIn ihrer Familie kann sie einfach nur der Teenager Franziska sein.

Franzi: "Nach Atlanta habe ich mir privat sehr viel vorgenommen. Meine Freunde und meine Familie sind wichtig geworden. Ich glaube, daß ich da eine Menge nachzuholen habe."

Schon mit 5 Jahren wollte Franziska ihrem großen Bruder Sebastian beim Schwimmtraining nicht nur zusehen. Sie tauchte selbst ein ins kühle Naß. Sie war erst 14, als sie in Barcelona 4 Medaillen gewann. So war für die Öffentlichkeit beinahe über Nacht ein Star geboren. Der kometenhafte Aufstieg zum Publikumsliebling und damit auch zum Objekt der Werbebranche begann. Der Jungstar wurde zum Medienereignis und gleichzeitig zum "nationalen Schmuseobjekt der Boulevardpresse", so DER SPIEGEL.

Freund, SteffenDas Leben der 14jährigen hat sich innerhalb weniger Wochen grundlegend verändert. Jung und unbelastet von DDR-Vergangenheit und Stasi, selbstbewußt und mit einer frechen Berliner Schnauze paßte sie wunderbar in die gesamtdeutsche politische Landschaft. Es begann eine Vereinnahmung durch Öffentlichkeit und Werbewirtschaft. So verlangte man der Schwimmerin auch ungeachtet ihres Alters schon mal politische Statements ab. Freiräume für Ausgelassenheit und Leidenschaften eines Teenagers waren passé. Streß und Erfolgsdruck belasteten die Seele. Franzi verlor Freunde und hatte wenig Zeit für die Liebe zu ihrem Freund Steffen Zesner.

Sie fühlte sich zu sehr von außen gesteuert. Wenn ihr das Eintauchen in die Glitzerwelt der Super- und Mega-Stars auch gefiel, das Leben in der Öffentlichkeit war ihr schnell zu viel.

Es ist ihr etwas unheimlich, Multi-Millionärin zu sein, denn eigentlich wollte sie ja nur schwimmen, Erfolg und Spaß haben. Ihre Zerrissenheit führte zu Spannungen und Zerwürfnissen mit dem Umfeld. Eltern, Trainer, Manager bekamen das zu spüren. Als sie versucht, sich dem ganzen Rummel zu entziehen, wird aus "everybodys darling" schnell die "zickige Göre".

Franzi: "Ich wünschte mir mehr, daß sich die Leute in meine Position hineinversetzen und auch mal versuchen, mich zu verstehen. Wenn ich in einer Situation bin, wo ich mich konzentrieren muß und meine Ruhe will, dann steht man da und ist der schlimmste Mensch, der auf Erden rumläuft."

Noch immer ist es für sie schwer, Niederlagen wegzustecken. Der Druck ist groß und alles passiert in der Öffentlichkeit. Am härtesten hat es sie getroffen als man in Braunschweig über ihre Niederlage jubelte.

Die inzwischen 18jährige mußte schnell lernen ihre Privatsphäre zu schützen, aber auch mit Medien und Werbepartnern sensibel umzugehen. Schließlich brachte ihr das einige Millionenverträge ein.


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