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Der Goldfisch

Im Alter von 5 Jahren machte sie ihre erste Bekanntschaft mit dem Schwimmsport und ging dann den DDR-typischen Weg der Auslese: mit 7 Jahren kam sie in ein Trainingszentrum, dann zu einer Kinder- und Jugendsportschule in Ostberlin. Dort wurde ihr Talent systematisch gefördert. Mit 11 Jahren der Beginn ihrer Sportkarriere: Während der Kinder- und Jugendspartakiade gewann Franzi sage und schreibe 9 Goldmedaillen.

beim Schwimmen1991 dann der erste Paukenschlag: Bei den deutschen Meisterschaften in Hamburg schlug die 13-jährige über 200 m Freistil als Zweite an. Mit 2:01,57 Min. stieß sie dabei überraschend auf Platz 15 der Weltrangliste vor.

Im selben Jahr bekam Franzi den Förderpreis der Deutschen Sportjugend, dotiert mit 10 000 DM.

Noch immer 13-jährig durfte sie im März '92 beim Sprint-Weltcup-Finale in Palma de Mallorca starten und sorgte für Aufsehen: In 55,03 Sek. schlug sie die Weltelite über 100 m Freistil. Ihr erster internationaler Triumph.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona schwamm sich Franziska van Almsick als 14-jährige dann endgültig ins internationale Rampenlicht, als sie ein wahres Mammutprogramm mit bemerkenswerten Erfolgen absolvierte und in 6 Disziplinen 4 Medaillen gewann: Silber über 200 m Freistil, Silber in der Lagenstaffel, Bronze über 100 m Freistil, Bronze in der Freistilstaffel. Damit war der "Liebling der Nation" geboren.

MedienrummelDie nächsten Glanzlichter setzte Franzi in Sheffield bei den Europameisterschaften, als sie mit 6 Gold- und einer Silbermedaille mächtig abräumte. Folgerichtig wurde sie 1993 nicht nur zur Sportlerin des Jahres in Deutschland, sondern auch zur Europa- und Weltsportlerin gewählt.

Bei den Weltmeisterschaften in Rom 1994 gelang ihr dann der große Wurf: Weltmeisterin über 200 m Freistil in der Weltrekordzeit von 1:56,78 Min. Am Ende des Championats hatte sie auch noch eine Silber- und 2 Bronzemadaillen im Gepäck. 1995 avancierte Franziska mit 5 Europameistertiteln in Wien zur erfolgreichsten EM-Schwimmerin aller Zeiten. Am Ende des Jahres mußte sie zum ersten Mal die Bitternis geplatzter Siegesträume ertragen. Bei der Kurzbahn-WM in Brasilien erlebte sie nach überstandener Krankheit ein Debakel.

FranziIm Olympia-Jahr '96 wurde es sportlich ziemlich ruhig um Franziska van Almsick. Von PR-Terminen und Training inzwischen offenbar überfordert, kam es zu einer Konfrontation zwischen van Almsick und dem Deutschen Schwimmverband (DSV), in der der Schwimmstar Bundestrainern und Funktionären eine schlechte Zusammenarbeit vorwarf. DSV-Präsident Klaus Hertel sah sich veranlaßt, Franziska zu maßregeln: "Auch ein Star muß sich mal im Zaum halten". Franzi fiel in ein Frust-Loch und erreichte bei den Deutschen Meisterschaften die Olympia-Qualifikation lediglich über 200 m Freistil. Zurück aus dem ungestörten Höhentraining in der Sierra Nevada gibt sie sich für Atlanta fast trotzig optimistisch:


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